Engagiert von Facebook - Wie ich die Macht einer Community am eigenen Leib erfuhr
Denise Henkel Blog Textcloud

 

 Alles begann Ende letzten Jahres:

Es ist Freitagabend und ich erhalte eine Nachricht von einer Community Managerin aus dem CMX Netzwerk. Sie lobt mein Engagement für CMX in Berlin und fragt mich, ob ich nicht Vortragende für den Facebook Communities Summit Europe in London werden möchte. Ich reagiere erfreut aber zurückhaltend. Ich soll hunderten von Admins, die Großes auf die Beine gestellt haben, etwas über Community Management erzählen? Doch sie bestärkt mich und drängt darauf, dass ich mich dafür bewerbe. Also nehme ich die Herausforderung an und befinde mich schon bald in meinem ersten Videochat mit meiner Ansprechpartnerin von Facebook.

Die Zusammenarbeit bereitet mir von Anfang an viel Freude. Meine Ansprechpartnerin ist geduldig, freundlich, ein bisschen quirlig und vor allem macht sie mir Mut, weil sie meine Ideen gut findet. Auch CMX unterstützen mich, indem sie mich ihre strategischen Modelle für die Präsentation nutzen lassen. So langsam habe ich da richtig Bock drauf!

"Dann kommt der Moment, als ich die Liste der Vortragenden und Teilnehmer sehe und mein Herz rutscht mir in die Hose"

Dann kommt der Moment, als ich die Liste der Vortragenden und Teilnehmer sehe. Mein Herz rutscht mir in die Hose: Verdienstorden von der Queen , Forbes Under 30 , mehrere veröffentlichte Bücher, ganze Bewegungen von gesellschaftlicher Relevanz, die ins Leben gerufen worden waren. War ich wirklich ein Teil davon? Was habe ich schon Großes geleistet? Vermutlich kann ich von denen mehr lernen als die von mir. Selbstzweifel machen sich in mir breit, doch nun gibt es kein Zurück mehr. Mit gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Weg nach London.

Dort angekommen habe ich noch ein bisschen Aufschub, die Willkommensfeier steht zuerst auf dem Plan. Die Stimmung ist fantastisch. Ich fühle mich wohl in der Gruppe der Vortragenden und doch beschleicht mich immer wieder das Gefühl, nicht wirklich dazu zu gehören. Nachts kann ich vor Unruhe kaum schlafen, der Fehlalarm der Feuermelder im Hotel setzt dem Gefühlschaos noch die Krone auf. Am Tag des Vortrags steige ich zu allem Überfluss noch an der falschen Bushaltestelle aus und muss ein ganzes Stück im Regen zu Fuß gehen, wenn das mal kein schlechtes Omen ist!

Freitag, 08:00 Uhr früh. Noch drei Stunden bis zum ersten Auftritt, unsere Probe beginnt. Ich schlage mich ganz gut, die anderen sind begeistert. Hoffentlich wollen die nicht nur nett sein! 11 Uhr, viele bekannte Gesichter in der ersten Gruppe, die deutschen Teilnehmer sind dabei. Der Vortrag läuft gut, doch bei den Arbeitsblättern verstehen viele nicht, was sie tun sollen. Die Zeit wird knapp, wir müssen noch die Fragerunde machen. Jetzt fühle ich mich sicher, solche Fragen habe ich schon oft beantwortet, doch an den Reaktionen kann ich nicht ablesen, ob meine Antworten hilfreich sind. Hinzu kommt, dass die Frau mit dem Mikrofon die Meldungen auf der anderen Seite des Raumes übersieht. Hoffentlich sind die Teilnehmer deswegen nicht frustriert!

Bild bereitgestellt von Facebook

Nachdem die erste Runde geschafft ist, ändern wir das Programm und streichen die Arbeitsblätter. Ich schlage vor, später ein Video hochzuladen, in welchem wir das Ausfüllen der Arbeitsblätter erklären. Der Vorschlag kommt gut an und ich freue mich über die Gelegenheit, das Programm aktiv mitzugestalten. Ein Gefühl der Zugehörigkeit stellt sich ein. Nun gönne ich mir eine Pause, auch wenn ich so unter Strom stehe, dass ich kaum ans Essen denken kann. Während ich mein Sandwich esse, grüßen mich die Teilnehmer aus dem Vortrag, stellen mir Fragen und bedanken sich für die hilfreichen Informationen und Ratschläge.

Mit einem Mal bin ich ganz in meinem Element, umgeben von Menschen, die mit Leidenschaft Großes erreicht hatten und die ich mit meiner Leidenschaft für Community Management unterstützen kann.

Der Rest des Tages vergeht wie im Flug und die vielen Begegnungen erfüllen mich mit Ideen und kreativer Energie. Als ich wieder in Leipzig lande, habe ich noch immer ein breites Grinsen im Gesicht und große Lust, das Ganze zu wiederholen.

"Das Schönste an dieser Erfahrung ist, dass ich am eigenen Leib erfahren durfte, wie man über sich selbst hinauswachsen kann, wenn man Teil einer Community ist."

Das Schönste an dieser Erfahrung ist, dass ich am eigenen Leib erfahren durfte, wie man über sich selbst hinauswachsen kann, wenn man Teil einer Community ist. Hätte ich nicht den Entschluss gefasst, Mitglied der CMX Community zu werden und dort mit meinem Wissen und meiner Erfahrung anderen Community Managern geholfen, säße ich heute noch an meinem Schreibtisch auf Arbeit und wünschte mir eine Krise.

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Weitere Infos zum Facebook Communities Summit Europe: Offizielle Ankündigung von Facebook

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